Reinhold Glière

Am 11. Januar 1875 wurde ein berühmter Komponist, Dirigent und hervorragender Pädagoge Reinhold Moritzewitsch Glière in Kiew geboren.
Reinhold Glière

Reinhold Glière im Jahre 1903. Bildquelle: glier-info.narod.ru

Seit 1913 arbeitete Glière als Professor und seit 1913 bis 1920 als Direktor des Kiewer Konservatoriums. Dank seiner Tätigkeit in den schwierigen Zeiten des Weltkrieges und Revolutionen wurden das Konservatorium und dessen Professoren und Studenten gerettet. Später war Reinhold Glière Kompositionslehrer am Moskauer Konservatorium und Vorsitzender des Organisatorischen Komitees des Bundes von sowjetischen Komponisten der UdSSR.

Glière ist der Autor des ersten sowjetischen Balletts mit modernem, revolutionärem Thema  „Der rote Mohn“ („Die rote Blume“)

Video clip der Aufführung des Balletts „Der rote Mohn“ im Jahre 1940. Quelle: youtube.com

Video clip der Aufführung des Balletts „Der rote Mohn“ vom Februar 2010 in Rom. Quelle: youtube.com

Video clip der Aufführung des Balletts „Der rote Mohn“. Der Tanz „Jablotschko“ („Äpfelchen“) wird ab circa der 6. Minute des Videos begonnen. Die Musik von Reinhold Glière, nach einer Idee eines der berühmtesten ukrainisch-moldauisch-russischen Volksliedes. Quelle: youtube.com

Reinhold Glière war der einzige Komponist in der Sowjetunion, der drei staatlichen Ehrenpreise erhielt.

Sinfonie Nr. 3 h-Moll op. 42 „Ilja Muromez“ (1911). Quelle: youtube.com

Während seiner 55-jährigen pädagogischen Tätigkeit förderte er die Entwicklung vieler namhafter Komponisten. Zu seinen erfolgreichsten Schülern zählten u. a. Borys LjatoschynskyjLewko RewuzkyjSergej ProkofjewAram Chatschaturjan

Reinhold Glière

Beim letzten Auftritt von Reinhold Glière. Bildquelle: glier-info.narod.ru

Heute trägt das Kiewer Musik-Institut den Namen von Glière.

Reinhold Glière war einer der berühmten Deutschen und Personen deutscher Herkunft, deren Leben oder Werk mit Kiew verknüpft war. Unter anderen bekannten Kiewer Musiker und Komponisten deutscher Herkunft sind auch Ludwig Albrecht, Georg Arnold, Felix Blumenfeld, Hans Bullerian, Nikolaj von Derwies, Anton Gehrke, Johann Gerstenberg, Rudolf Hugel, Heinrich Neuhaus, Iwan Wagner, Paul von der Wies zu nennen.

Beitrag erstellt von Pavlo Miadzel

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