Ikonenwand

Die Ikonenwand (die Ikonostase) wurde zum Hauptschmuck einer orthodoxen Kirche. Ikonenwand muss man richtig lesen, eigentlich da ist die Geschichte der Kirche dargestellt. Man liest es von oben nach unten, vom Zentrum nach rechts und nach links.

In den byzantinischen Kirchen gab es oft nur eine Scheidewand. Gerade diese Scheidewand wurde zuerst mit Ikonen geschmückt. Diese Reihe bleibt bisher als Hauptreihe.

In der Mitte der Örtlichen Reihe befindet sich „Zarentor“ oder noch „Paradiestor“ genannt. Bei beiden Seiten befinden sich Ikonen von Jesus und Gottesmutter, weiter sind Diakontüre. Weiter rechts ist Kirchenikone. Das ist die Ikone, deren Namen die Kirche oder Kathedrale trägt. Das ist eine Person oder ein Kirchenfest, dem diese Kirche gewidmet ist. Links ist eine Ikone, die der Gründer der Kirche oder die Gemeinde für sich gewählt haben.

Weiter oben geht die Kirchenfeste-Reihe. Das sind 12 kleine Ikonen.

Über die Festereihe kommt die Apostelreihe. In der Mitte ist große Ikone „Deisis“. Das heißt „Betten“. Dargestellt sind Christus, Gottesmutter und Johannes der Täufer. Christus ist als Welteinrichter im Zentrum dargestellt. Links ist die Gottes Mutter, rechts ist Johannes der Täufer dargestellt. Die beiden betten über Vergebung aller Sünden aller Menschen.

Weiter sind dargestellt:

  • Erzengel Michael und Gabriel (immer mit den Flügeln)
  • Weiter gehen links Petrus (mit Schlüssel)
  • rechts Paulus (mit dem Buch)

Diese Darstellung ist die konventionelle Darstellung in dieser Reihe. In welcher Ordnung die anderen Apostel stehen spielt keine Rolle.

Weiter gibt es die Prophetenreihe und die Kirchenväter (d.h. Erstväter) Reihe.

Das Zarentor stellt in den Kirchen ein Kunstwerk vor sich dar. Es ist entweder aus vergoldetem Silber und mit kostbarer Prägearbeit geschmückt, oder stellt eine wertvolle Holzschnitzerei dar. Ikonenwand ist immer im Osten.

Die Ikonostase wurde von einer Sperre entwickelt, die den Innenraum der Kirche, wo Gläubige standen, vom Altarteil, wohin nur die Geistlichen kommen dürfen, teilte. Das war zuerst sogar ein Vorhang, dann eine niedrige Wand, die man begonnen hat mit den Bildern, eigentlich Ikonen, zu schmücken.

Beitrag erstellt von Natascha Jazko

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