Pirogowo

Zur Zeit sind in der Ukraine etwa 2,5 Tausend Holzkirchen erhalten geblieben – nur im Lwiwer (Lemberg) Gebiet sind etwa 800 Kirchen, etwa 500 Kirchen sind in ethnischen ukrainischen Territorien im Ausland noch zu finden. Früher gab es viel mehr Holzkirchen, aber ab 1887 hat man den russischen Befehl, sozusagen, nach ukrainischen Holzkirchen planmäßig zu vernichten, besonders, gewiss, in den östlichen Gebiete der Ukraine, denn  eben diese Gebiete  unter Russischen Reich sich befanden. Anstatt in den Volksstil errichteten Holzkirchen, baute man für Russland typische Steinbauten.

Im Laufe von langen Jahrhunderten sind in der Ukraine diese kostbare Baudenkmäler entstanden, die heute, ohne Zweifel, zur Schatzkammer der Weltkultur gehören. Ihren bedeutenden Bestandteil bilden sakralen Holzbauten, die mit ihrer Originalität, der technisch-künstlerischen Ausstattung und der gesellschaftlichen Bedeutung die wertvollsten kulturellen Schätze der Ukraine vorstellen und als kulturelle Volksdenkmäler aufbewahrt werden.

Die verbreitete Benennung der sakralen Bauten lautet bei uns „cerkva“ (Kirche), was gleichzeitig von der Angehörigkeit der Menschen zum östlichen Ritus zeugt.

Die Kirche fing allmählich an nicht nur ein Ort für die Gottesdienste zu sein, sondern auch ein Zentrum des gesellschaftlich-kulturellen und wirtschaftlichen Lebens. Um sie herum fanden Volksversammlungen zwecks der Lösung von aktuellen Problemen statt, es wurden Jahrmärkte und Messen organisiert und entstanden Schulen und Krankenhäuser.

Die Holzkirchen, als ein ständiger Wert und ein Bestandteil der Kulturerbe erhielten sich bis heute in Böhmen, in der Slowakei, in Polen und Weißrussland, massenhaft sind sie im nördlichen Russland vorhanden, aber die größte Anzahl von ihnen gibt es in der Ukraine. Abgesehen von der Vielfältigkeit der regionalen, respektive lokalen, Besonderheiten, können wir die Sakralbauten in zwei große Gruppen teilen – östliche und westliche.

Die Mehrheit von den Holzkirchen in der Ukraine stammt aus den 17. und 18. Jahrhunderten. Aus älteren Perioden wurde es uns von diesen Denkmälern nicht viel aufbewahrt, weil sie aus solchem Material gebaut worden waren, das gegen atmosphärische und andere ungünstige Einflüsse nur wenig widerstandsfähig war. Sehr viele Schöpfungen der Volksarchitektur wurden vor allem während des ersten und des zweiten Weltkrieges vernichtet…

Sind Sie gespannt?

Jetzt kann man wunderschöne Holzkirchen aus den 17.-19. Jahrhunderten im Freilichtmuseum Pirogowo, Kiew bewundern und das Wetter fördert solche Route, wo noch dazu etwa 300 anderer Dorfbauten aller Art auf der Gelände von 150 Hektar zu betrachten sind!

Frühling ist endlich in Kiew da!

Holzkirche in Pirogowo

Holzkirche in Pirogowo, Bildquelle: activeturist.com.ua

Pirogowo

Holzkirche in Pirogowo, Bildquelle: pirogovo.org.ua

Holzkirche in Pirogowo

Holzkirche in Pirogowo, Bildquelle: uatrip.com.ua

Beitrag erstellt von Natascha Jazko

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