Petro Sahajdatschnyj

Am 10. April 1622 starb der ukrainische Hetmann und Atamann der Saporoger Kosaken Petro Sahajdatschnyj (Petro Konaschewytsch-Sahajdatschnyj) in Kiew nach den Folgen einer bei der Schlacht bei Chotyn erlittenen Verletzung.

Petro Sahajdatschnyj

Porträt von Petro Sahajdatschnyj. Bildquelle: wikimedia.org

Sein Grabmal bei der Dreikönigstags-Kirche auf dem Gelände des Bratskyj-Klosters im Kontraktplatz in Kiew ist nicht mehr erhalten. In der Nähe gibt es heute aber ein Gedenkkreuz und Sahajdatschnyj-Reitermonument, das an der Kreuzung der Hauptstraße von Podil (einer der drei historischen Stadtteilen von Kiew) – der Sahajdatschnyj-Straße – und dessen Hauptplatzes – Kontraktplatz – im Jahre 2001 eröffnet wurde. Nicht alle wissen aber, dass sich die sogenannten Kiewer Pompeji in 10-12 Meter Tiefe unter der Erde neben dem Sahajdatschnyj-Monument befinden.

Sahajdatschnyj-Monument

Sahajdatschnyj-Monument. Bildquelle: pro-kiev.info

Und Sahajdatschnyj wurde nicht rein zufällig gerade im Bratskyj-Kloster (dem Kloster der orthodoxen Kiewer Brüderschaft) begraben. Gerade dank der Unterstützung von Petro Sahajdatschnyj wurde hier die erste in Osteuropa später als Kiew-Mohyla-Akademie genannte und für Vertreter aller Stände offene Hochschule 1615 gegründet. Sahajdatschnyj und alle Saporoger Kosaken wurden zu Mitglieder der orthodoxen Kiewer Brüderschaft und schützten die orthodoxe Kirche vor Übergriffen der polnischen Katholiken nach der Kirchenunion von Brest zwischen der orthodoxen und römisch-katholischen Kirche im damaligen Königreich Polen. Der Hetman hat auch geholfen, einen orthodoxen Metropoliten wieder in Kiew einzusetzen, und hat sein Erbe nach dem Tode dem Bratskyj-Kloster in Kiew und der Schule der Brüderschaft in Lwiw (Lemberg) für Bildungs-, Wohltätigkeits- und religiöse Zwecke vermacht.

Sahajdatschnyj war auch einer der erfolgreichsten Militärführer in der Geschichte der Ukraine mit vielen siegesreichen Militärzügen gegen den Osmanischen Reich, die Krimtataren und Moskauer Fürstentum. Dank militärischen Siegen von Sahajdatschnyj im Schwarzen Meer nannte man dieses Binnenmeer „Das Russische Meer“, da die Kosaken und die Einwohner in den Grenzen der heutigen Ukraine damals auch als die Russen genannt wurden.

Beitrag erstellt von Pavlo Miadzel und Igor Plaschkin

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

This blog is kept spam free by WP-SpamFree.